Rezension: Poison Princess

buch-cover von poison princess band 1 - gelbe Blume und Mädchen„Großartiger Auftakt einer neuen dystopischen und fantastischen Jugendroman-Reihe die den perfekten Mix aus Spannung, Gefühl und Magie beinhaltet. Die Karten sind gemischt – das Spiel beginnt.“

(Jasmin, Testingbooks)

9,0 / 10 Punkte

Dystopie, Autorin: Kresley Cole, Taschenbuch, ab 13 Jahren, 608 Seiten, CBT Verlag, Erscheinungstermin: Mai 2014.

Inhalt

Die rote Hexe, der Tod, ein Heer aus Blüten und Dornen … düstere Bilder und Stimmen suchen Evie vor ihrem sechzehnten Geburtstag heim – und nach einer Katastrophe werden diese Visionen wahr. Als eine der wenigen Überlebenden bleibt sie zurück in einer öden Welt aus Asche und Verderben, an ihrer Seite der undurchsichtige Bad Boy Jack. Als klar wird, dass in Evie der Schlüssel zu neuem Leben verborgen liegt, müssen sie fliehen. Doch Evie ahnt, es ist nicht nur ihre Bestimmung, Leben zu geben, sondern auch den Tod zu säen. Nie darf Jack davon erfahren, denn längst hat sich Evie unsterblich in ihn verliebt…

Die Handlung

Der Jugendroman „Poison Princess“ von Kresley Cole beginnt aufreibend und spannend: Die junge Protagonistin Evangeline, genannt Evie, gerät in die Fänge eines mordenden Psychopathen, der sie mit seinen Giften gefügig machen und zum Versuchskaninchen in seinen Keller sperren will. Die ersten Zeilen der Geschichte beginnen also nicht aus der Sicht der jugendlichen Hauptfigur, sondern aus der Sicht eines Antagonisten. Dieser ungewöhnliche Anfang und die krankhaften Fantasien des Psychopathen, die sich dem Leser in seiner Gedankenwelt offenbaren, schaffen einen prickelnden und gruseligen Einstieg, der zum Weiterlesen geradezu zwingt.

Gleich nach diesen spannungsgeladenen ersten Seiten beginnt die Handlung aus Sicht der Protagonistin Formen anzunehmen. Sie berichtet von ihren Erlebnissen vor der Apokalypse, vor dem schrecklichen Blitz der alles vernichtete und beinahe alles Leben zerstörte. Zu jener Zeit wird das fast sechzehnjährige Mädchen von Visionen heimgesucht, landet sogar in einer Klinik. Schuld daran soll ihre Großmutter sein, die ihr früher schaurige Geschichten über ihre Tarotkarten erzählte. Doch all das ist für Evie nur verworrenes Zeug. Ihre Visionen hindern sie daran ein normales Teenager-Leben zu führen: das erste Mal mit ihrem Freund Brandon zu schlafen, auf Partys zu gehen oder mit ihren Freundinnen zu quatschen.

Die Hauptfiguren

Der Leser erlebt die Protagonistin hierbei als hilfloses, etwas verwöhntes, reiches Mädchen, dass durch seine scheinbare psychische Krankheiten langsam die Kontrolle über sein Leben verliert. Hierbei vertraut Evie bezeichnenderweise immer nur auf andere, zum Beispiel ihre Mutter, und niemals auf sich selbst. Die Protagonistin ist hierbei sehr lebensecht und authentisch gestaltet und in keinem Moment wirkt ihre Schwäche oder Hilflosigkeit übertrieben oder aufgesetzt.

Der Junge Jackson, in den Evie sich im Verlauf der Handlung verlieben wird, stellt das absolute Gegenteil zu dem verwöhnten Mädchen da. Früh musste diese Figur lernen auf sich selbst aufzupassen und andere zu Schützen. In den Cajuns, den Sümpfen, in Armut aufgewachsen und bereits mit Kriminalität in Berührung gekommen ist Jackson tatsächlich der Bad Boy wie er im Buche steht. Aber es wird besser: Nicht wie in vielen anderen Jugendbüchern oder Filmen, besteht das Herz des Bad Boys aus purem Gold und alle seine Handlungen haben einen tieferen und rechtfertigenden Sinn. Nein, die Psyche dieser Figur ist wesentlich komplexer als man es womöglich in einem Buch wie „Poison Princess“ erwarten würde. Jackson hat eine brutale und gewalttätige Seite, eine Dunkelheit in sich, die er auch nach außen trägt. Gleichzeitig legt er großen Wert auf sein Prestige, sein Ansehen und kann es überhaupt nicht verkraften, dass Evie auf ihn herabsieht.

Trotz dieser Gegensätzlichkeit finden diese beiden Jugendlichen zueinander und ihre Beziehung ist geprägt von Missverständnissen, Eifersüchteleien und auch von Gewalt. Erst zum Ende dieser Geschichte hin lernen sie, einander zu verstehen. Diese Tatsache macht die Romanze der beiden nicht nur gefühlvoll, sondern auch unglaublich interessant und fesselnd. Ein Plus für diese düstere Zukunftsvision.

Die düstere Welt von „Poison Princess“

Das Arsenal, in dem die Handlung des Romans spielt, ist ein äußerst finstere und lebensfeindliche Zukunftsvision. Nach einem Blitz, der alle Pflanzen tötete, Meere und Seen verdampfen ließ und auch die meisten Menschen vernichtete, versuchen die übrigen Menschen einfach am Leben zu bleiben. Es entwickeln sich verschiedene Gruppierungen: Die Miliz, die mit Gewalt alles an sich reißt und die Schwachen unterdrückt. Die Kannibalen, die sich von der eigenen Art ernähren. Die Schwachen, die sich in Löchern verstecken und hoffen. Und die Wiedergänger, zombieartige Geschöpfe die von Wasser angezogen werden und ständig durstig sind. Sie trinken auch menschliches Blut, um am Leben zu bleiben und nicht auszutrocknen.

Bewertung

In dieser schrecklichen Welt ist Evie nicht nur aufgrund ihrer Visionen besonders. Sie ist auch besonders weil es kaum noch Frauen gibt und somit gleich mehrfach in Gefahr. Bezeichnend für diese Figur ist die Entwicklung, die sie innerhalb des Romans nimmt. Lässt sie sich zunächst bevormunden, sucht ständig Schutz und Hilfe, so wird sie am Ende zu einer stärkeren Persönlichkeit… Aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten! Hier lediglich ein Kompliment an die Autorin für diese tolle Protagonistin!

Abschließend vergebe ich für „Poison Princess“ von Kresley Cole 9,0 von 10 Punkten! Mit Spannung wird die Fortsetzung erwartet! Weiter so!

buch-cover-poison-princess-der-herr-der-ewigkeit-halfWeitere Infos

  • Originaltitel: The Arcana Chronicles #1 – Poison Princess
  • Originalverlag: Simon and Schuster US
  • Aus dem Englischen von Kathrin Wolf
  • Der zweite Teil „Poison Princess – Der Herr der Ewigkeit“ erschien im Februar 2015, hier gehts zur Bewertung.

24.07.2015 © Jasmin

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