Rezension: Not that kind of girl – Was ich im Leben so gelernt habe

Buch-cover-not-that-kind-of-girl„Erfrischend ehrliche und ungeschminkte Selbstdarstellung – lesenswert.“

(Jasmin, Testingbooks)

8,5 / 10 Punkte

Essays/Biografie, Autorin: Lena Dunham, Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, S. Fischer Verlag, Erscheinungstermin: Oktober 2014.

Inhalt

In „Not That Kind of Girl“ erzählt Lena Dunham, Erfinderin der Fernsehserie „GIRLS“, hemmungslos persönlich, angstfrei und komisch aus ihrem Leben: von Kondomen in Zimmerpalmen, seltsamen Jungs und von ihrer Angst, keinen Platz in dieser Welt zu finden. Sie schreibt über die Taxifahrer in New York und vom plötzlichen Verliebtsein, über Frauen, die „wie diese Papierdinger behandelt werden, die in Hotelbadezimmern auf den Zahnputzbechern liegen – irgendwie notwendig, aber unendlich verfügbar“ – und über Männer, die ungefragt von ihrem Sexleben berichten.

Die Hauptfigur – Lena Dunham

Die Hauptfigur der Biografie ist, wie zu erwarten, natürlich Lena Dunham. In ihren Berichten gibt sie sich sehr offen und berichtet ziemlich ungeschönt über ihr erstes Mal oder über ihre Kindheitsängste. Dabei offenbart sich die Autorin auf eine sehr intime Weise und der Leser erhält das Gefühl sie tatsächlich kennen zu lernen. Sie schreibt zum Beispiel von Ihrer Zwangsstörung ohne Scham, sodass ihre Offenheit auf den Leser abfärben kann. Ein mutiger Schritt der Autorin.

Weiterhin schreibt sie über Themen, mit denen sich junge Frauen besonders gut identifizieren können. Sei es nun der Diät-Kampf gegen den Jojo-Effekt, die Sorge vor der Zukunft und davor, was man mit einem geisteswissenschaftlichen Studium wohl anfangen kann oder der Umgang mit Sex.

Die Handlung

In kurzen Episoden berichtet Lena Dunham in „Not that kind of girl“ über ihr eigenes Leben, über Gefühle, Gedanken und Freundschaften. Der Leser wird hierbei gleich mit ihren Erinnerungen konfrontiert, die sie scheinbar nach gewissen Überbegriffen zu Kapiteln zusammenfasst. Ob es nun um das Thema Sex, Freundschaft oder Angst geht wird zunächst nicht immer deutlich, erst bei näherer Betrachtung der einzelnen Texte stellt sich eine Art Muster da. Somit puzzelt sich der Leser das Leben der Autorin nach und nach zusammen, bis ein eindrucksvolles Bild entsteht.

Bewertung

Abgesehen von dem Identifikationspotential besitzt das Buch auch einigen Humor. In unterschiedlichsten Listen hält Lena Dunham zum Beispiel Lebensweisheiten und Lebensunweisheiten bereit, die den Leser belustigen oder auch zum Nachdenken anregen. Hier geht es dann um die Dinge, die man niemals zu seinem Freund sagen sollte, oder die Dinge die man von seinem Vater oder seiner Mutter lernen kann.

Insgesamt handelt es sich bei Lena Dunhams Essays um biografische Fragmente, die sie thematisch angeordnet, dem Leser präsentiert. Mit Rückblicken in ihre Kindheit lernt der Leser auch einiges über ihren Ursprung und ihre Kindheit. Sie verweilt in ihrem Schreiben aber weder nur in der Vergangenheit, noch ist sie im hier und jetzt. Durch einzelne Erzählabschnitte macht sie aus ihrem Werk eine abwechslungsreiche und interessante Geschichte.

Zusätzlich zu dem bereits erwähnten Text enthält „Not that kind of girl“ einige comicartige Illustrationen, die das Erzählte veranschaulichen sollen. Fazit: ein tiefer Einblick in das Seelenleben der Autorin. Hierfür gibt’s 8,5 / 10 Punkte.

Weitere Infos

  • Illustrator: Joana Avillez
  • Lena Dunham ist die Erfinderin der Fernseh-Serie ›GIRLS‹. Sie hat die Serie geschrieben, produziert, Regie geführt und spielt darin die Hauptfigur. Für ›GIRLS‹ wurde sie mit zwei Golden Globes ausgezeichnet.

24.01.2015 © Jasmin

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