Rezension: Ich bin Nummer 4

Buch-Cover-Ich-bin-nummer-4„Fesselnder Auftakt eines Science-Fiction Abenteuers mit viel Spaß, Spannung und Action.“

(Jasmin, Testingbooks)

7,0 / 10 Punkte

Science-Fiction, Autoren-Pseudonym: Pittacus Lore, Taschenbuch, ab 12 Jahren, 352 Seiten, Fischer KJB, Erscheinungstermin: März 2015.

Inhalt

Wir haben Fähigkeiten, von denen ihr nur träumen könnt.
Wir sind die Superhelden, die ihr im Kino anhimmelt.
Aber wir sind echt.
Nummer 1 haben sie in Malaysia erwischt.
Nummer 2 in England.
Nummer 3 in Kenia.

Ich bin Nummer 4.
Ich bin als Nächster dran.

John ist kein gewöhnlicher Teenager: Kurz nach seiner Geburt wurde sein Heimatplanet zerstört. Er ist einer der Überlebenden, die vor ihren Feinden auf die Erde geflohen sind – und die nur in einer ganz bestimmten Reihenfolge getötet werden können. Drei sind bereits tot. Die Zeit läuft gegen sie – und so verweilt John nirgends länger als ein paar Wochen. Doch als er sich plötzlich in die hübsche Sarah verliebt, will er zum ersten Mal … bleiben. Doch die skrupellosen Jäger, die hinter ihm her sind, spüren ihn auf und greifen an. John muss sich seinem Schicksal stellen. Denn er ist Nummer vier. Er ist als Nächster dran.

Mit „Ich bin Nummer 4“ startet das Autorenteam hinter Pittacus Lore in ein aufregendes Science-Fiction Abenteuer mit viel Unterhaltung und Spannung. Auch wenn die Geschichte des Jugendbuchs zunächst eher durchschnittlich wirkt, enthält sie doch einige überraschende Momente und deutet auf interessante Fortsetzungen hin.

Der Schauplatz des Sci-Fi-Romans

Handlungsort ist die allseits bekannte und beliebte Erde, so wie sie heute ist. Die Menschen leben mehr oder weniger in Frieden und sind sich der Umweltverschmutzung und deren schrecklichen Folgen bereits bewusst. Nummer 4, die außerirdische Hauptperson, kommt von dem Planeten Lorien. Die Bevölkerung hatte hier einst mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, hat es aber geschafft ihren Planeten durch Schutzmaßnahmen zu erhalten. Leider wurde dieser kurz darauf von den Mogadori angegriffen, die ihren Planeten heruntergewirtschaftet und zerstört haben. Somit erheben Pittacus Lore mit der Auswahl seiner Szenarien auch ein wenig den Zeigefinger und deutet auf die Folgen unseres Umgangs mit der Umwelt hin.

Außerirdische – Sie sind unter uns!

Während Nummer 4, im Roman meist unter dem Namen John Smith bekannt, einen der guten Aliens widerspiegelt, sind seine Gegner die Mogadori absolut bösartig.

Nummer 4 entstammt dem Planeten Lorien und sein Volk ist mit Loriener benannt. Dieses eigentlich friedfertige Volk hat durch die Magie ihres Heimatplaneten starke Kräfte entwickelt, die es allerdings nur zur Verteidigung einsetzt.

Die finsteren Mogadori sind ein kriegerisches, mächtiges Volk und die Gegner der Loriener. Da sie ihren eigenen Planeten ausgesaugt haben und somit zerstört, sind sie auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie haben aus ihren Fehlern also nicht gelernt und entsprechen dem typischen Rollenklischee der mordenden Bestien. Blasse Haut, spitze Zähne und schwarze, abgründige Augen zählen zu ihren Charakteristika.

Die Handlung

Nachdem Nummer 4 zusammen mit 8 weiteren Kindern und ihren Beschützern vor der Zerstörung in Lorien geflohen sind verstecken sie sich nun auf der Erde. Hier sollen sich ihre Kräfte entwickeln, damit sie irgendwann die Mogadori besiegen können und Lorien erneut erblühen kann. Auf den Kindern liegt ein Zauber, den einst ein Ältester ihrer Art angewandt hat: Sie können nur in der Reihenfolge ihrer Ziffern getötet werden, es sei denn sie verbünden sich.

Um einen Aufstand durch die Kinder zu verhindern und weil die Erde ein fruchtbarer Planet ist, machen die Mogadori jagt auf sie. Zum einen wollen sie die Erde erobern und zum anderen das Volk der mächtigen Loriener endgültig vernichten.

Das die Story möglicherweise nicht ganz so platt ist, wie es sich hier andeutet, lässt sich aus dem ersten Band bereits erahnen.

Bewertung

Der Teenager John Smith alias Nummer 4 ist eine emotionale authentische und interessante Hauptrolle. Leider wurde er in der nachfolgenden Verfilmung älter gemacht, als er im Buch eigentlich erscheint. Jedoch ändert dies nicht an der Geschichte eines ausnahmsweise mal wirklich coolen Jungen, der sich nicht hinter Unzulänglichkeiten verstecken muss. Auch die übrigen Charaktere sind gut gelungen und sie ergänzen die Hauptfigur sehr eindrucksvoll. Besonders fällt die Entwicklung des Highschool-Schlägers Mark ins Auge, welche ausnahmsweise mal nicht dem Klischee entspricht.

Die Handlung des Romans wirkt zunächst eher seicht und birgt auch einige logische Fehler. Da diese jedoch von dem Autor selbst aufgegriffen werden und Nummer 4 diese ebenfalls hinterfragt, scheinen sie eher auf eine tiefgehendere Geschichte in den Folgebänden hin zu weisen.

Insgesamt bietet „Ich bin Nummer 4“ von Pittacus Lore eine spannende, wenn auch hin und wieder etwas platte, Science-Fiction-Erzählung, die den Leser durchaus zu fesseln vermag. Allerdings hätte der moralische Zeigefinger im Bezug auf den Umweltschutz ein wenig sanfter eingesetzt werden können. Ich möchte dieser Geschichte 7 von 10 Punkten geben und euch hiermit den Film empfehlen, der mir persönlich sehr gut gefallen hat!

Ich freue mich auf den nächsten Band!

Weitere Infos

  • buch-cover-die-macht-der-6Aus dem Amerikanischen von Irmela Bender
  • Pittacus Lore ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Schriftsteller James Frey (geboren 1969) und Jobie Hughes (1980). Mit der Lorien-Trilogie kamen die Autoren auf Platz 1 der New-York-Times- Bestsellerliste. Der erste Teil „Ich bin Nummer 4“ wurde im Jahr 2009 von Produzent Michael Bay verfilmt
  • Die Fortsetzung „Die Macht der Sechs“ ist bereits bei anderen Verlägen erhältlich.

12.05.2015 © Jasmin


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Ein Gedanke zu “Rezension: Ich bin Nummer 4

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