Rezension: Falling Kingdoms 2 – Brennende Schwerter

buch-cover-falling-kingdoms-2-brennende-schwerter„Ein durchschnittliches Fantasy-Buch, das leichte Unterhaltung und eine einfache Lektüre bietet.“

(Jasmin, Testingbooks)

5,0 / 10 Punkte

Fantasy, Autorin: Morgan Rhodes, Taschenbuch, 480 Seiten, Goldmann, Erscheinungstermin: Juni 2014.

Inhalt

Dunkle Zeiten sind angebrochen im Reich des Westens. Mit einer blutigen Schlacht hat Tyrann Gaius, König von Limeros, die angrenzenden Königreiche Auranos und Paelsia unter seine Schreckensherrschaft gebracht. Für die junge Cleo, Thronfolgerin von Auranos, scheint die Lage aussichtslos. Während ihr Volk erbarmungslos unterdrückt wird, ist sie eine Gefangene in ihrem eigenen Palast und wird zur Verlobung mit Magnus, Gaius’ kaltherzigem Sohn, gezwungen. Doch in Cleo wächst Hoffnung, denn in ihrem früheren Feind Jonas von Paelsia findet sie unerwartet einen Verbündeten. Gemeinsam fassen sie einen gefährlichen Plan: König Gaius zu töten und die Freiheit zurückzuerobern…

Buch-Cover-Falling-Kingdoms-1-flammendes-erwachen_1ACHTUNG Fortsetzung: Mit „Brennende Schwerter“ beginnt Morgan Rhodes den zweiten Teil ihrer Falling-Kingdoms-Buchreihe. Da ich selbst den ersten Teil „Flammendes Erwachen“ nicht gelesen habe, ist es schwierig hier etwas über die Verknüpfung der beiden Bände zu sagen. Was ich aber über diese Fortsetzung sagen kann ist, dass sie auch ohne Vorkenntnisse einen guten Einstieg ermöglicht. Zwar fehlen dem Leser einige Informationen über vergangene Geschehnisse und emotionale Erlebnisse der Figuren, jedoch wird dies durch die recht stereotype Figurenkonstellation und gedankliche Beschreibungen der Charaktere ausgeglichen. Sicherlich lohnt es sich den ersten Band zu lesen, vor allem wenn man Gefallen an der Geschichte findet. Zwingend notwendig ist es zum Verständnis des Buchs aber nicht.

Mytica – Ein fantastisches Königreich

Das Land Mytica, von dem man auch eine kleine Karte am Ende des Buchs findet, bildet den Schauplatz des Romans. Aufgeteilt in die drei Länder Paelsia, Limeros und Auranos ist die Beschreibung dieser Welt sehr einfach gehalten und recht eingängig. Die Völker und Kulturen dieser einzelnen Nationen sind ebenfalls recht stereotyp gehalten und dadurch hat der Leser keine Schwierigkeiten, sich in dieser magischen Welt zu recht zu finden. Limeros bildet das kalte, dunkle Königreich, welches skrupellose und machthungrige Krieger hervorbringt. Auranos ist das leuchtende, wohlhabende Königreich der Begierde, während Paelsia das naturverbundene, ärmere Volk beherbergt. Magische Elemente der Erzählung werden durch Legenden und Hexerei gebildet, die in allen drei Ländern ähnlich überliefert wurden.

Die Figuren – Blutkönig, Prinzessin, Rebell und die größte Hexe aller Zeiten

Auch die Figuren der Erzählung basieren, wie auch der Schauplatz, auf einigen wohlbekannten Klischees. Antagonist ist der mächtige, tückische und gierige Blutkönig, der in seinen Visionen die Macht an sich reißt und alle Völker von Mytica unterjocht. Er opfert dafür nicht nur seine Soldaten, sondern auch seine Familie und ist allen immer einen Schritt voraus. Der perfekte Feind also.

Die wunderschöne, goldgelockte Prinzessin Cleiona ist nicht nur hübsch, sondern auch fest entschlossen ihr Königreich Auranos zurück zu erobern. Hierzu muss sie sich aber zunächst den widrigen Bedingungen der Unterdrückung anpassen und zum Spielball des Blutkönigs werden. Hier entsteht die Geschichte einer mutigen Heldin, die auf ihren Moment wartet um Rache zu üben und das Zepter in die Hand zu nehmen.

Jonas, der Rebell, ist als Paelsianer das ungemütliche Leben gewöhnt und daher stark und mutig. Seine Ideale ebenso wie der Tod wichtiger Angehöriger machen ihn zu einem fanatischen Freiheitskämpfer und einem natürlich gutaussehenden und charismatischen Helden.

Die größte Hexe aller Zeiten, Lucia, wird in der Geschichte zunächst instrumentalisiert und als Waffe des Königs eingesetzt. Sie durchbricht jedoch hin und wieder diesen zwang und hat eigene Gedanken und Emotionen, die sie ein wenig aus der Schublade der Autorin heraus holen. Leider genügt dies nicht, um ihr eine wirkliche Authentizität zuzusprechen.

Ein wenig sticht die Rolle des dunklen Prinzen, Magnus, hervor. Ihn Einzuschätzen fällt zwar ebenfalls sehr leicht, jedoch bemüht sich Morgan Rhodes hier scheinbar um etwas mehr Tiefe. Leider allerdings zu oberflächlich dargestellt!

Insgesamt fällt an den Figuren, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, auf, dass sie alle umwerfend schön sind. Nichts kann sie entstellen und allesamt sind sie auf ihre eigene Weise stark und besitzen kaum Schwächen. Hier wirkt die Geschichte etwas zu glatt, zu sehr geschliffen.

Die Magie der Wächter

Wie bereits kurz erwähnt wird die Fantastik des Romans durch die Wächter und die Hexerei begründet. Die Hexerei basiert hierbei auf den Elementia, also Feuer, Wasser, Luft und Erde. Nur wenige Menschen beherrschen diese, denn die Elementia wurden vor langer Zeit der Urhexe Eva gestohlen und sind seitdem verschollen. Eine Legende besagt jedoch, dass Eva eine menschliche Nachfolgerin haben wird und diese die Elementia zurück bringt.

Die Wächter, unsterbliche Schönheiten in einer magischen Stadt gefangen, gründen ihre Macht auf die Magie der Elementia und deren Essenzen und drohen unterzugehen, sollte sich die Legende nicht bald erfüllen.

Bewertung

Die Geschichte rund um das Königreich Mytica von Morgan Rhodes erzählt eine in ihren Grundzügen nicht unbekannte Geschichte von Eroberung, Unterdrückung und Magie. Zu diesem wenig komplexen und doch recht vorhersehbaren Rahmen gesellen sich unspektakuläre, klischeehafte Figuren, welche dem Roman kaum zusätzliche Spannung verleihen.

Positiv ist zu bemerken, dass „Falling Kingdoms 2 – Brennende Schwerter“ sehr angenehm und leicht zu lesen ist. Die Autorin bedient sich einer einfachen, nicht zu ausufernden Sprache. Zudem ist der Einstieg in die Handlung, auch wenn es eine Fortsetzung ist, sehr einfach.

Spannung und fesselnde Emotionen sucht man in diesem Buch zwar vergeblich, jedoch handelt es sich um eine recht unterhaltsame und kurzweilige Erzählung. Aus diesem Grund gebe ich für den zweiten Band der Falling Kingdoms Reihe 5,0 von 10 Punkte. Ein durchschnittliches Fantasy-Buch, das leichte Unterhaltung und eine einfache Lektüre bietet.

Weitere Infos

  • buch-cover-falling-kingdoms-3-gathering-darknessOriginaltitel: Rebel Spring, Originalverlag: Razorbill Books
  • Aus dem Amerikanischen von Anna Julia Strüh, Christine Strüh
  • Morgan Rhodes ist das Pseudonym einer beliebten Urban-Fantasy-Autorin. Mit ihrer High-Fantasy-Reihe »Falling Kingdoms« ist ihr auf Anhieb ein großer Erfolg gelungen. Momentan schreibt sie an weiteren Bänden der Serie.

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