Rezension: Der Rat der Wächter

buch-cover-der-rat-der-waechter„Interessante und fantasiereiche Fortsetzung einer abenteuerlichen Geschichte voller unheimlicher Gegebenheiten und magischer Spiegel – leider fehlt es hin und wieder an Spannung und auch die Charakterdarstellung ist nicht immer optimal – alles in allem aber ein recht gelungenes Kinderbuch.“

(Jasmin, Testingbooks)

5,0 / 10 Punkte

Fantasy, Autor: A. J. Hartley, Hardcover mit Schutzumschlag, ab 12 Jahre, 480 Seiten, Heyne fliegt, Erscheinungstermin: Oktober 2014.

Inhalt

Der elfjährige Darwen Arkwright, der seinen ersten Winter in Atlanta erlebt, ist nicht wie die anderen: Er ist Vollwaise, er kommt eigentlich aus England – und durch einen Spiegel gelangt er jederzeit in das geheimnisvolle Silbrica, eine Welt voll magischer Kreaturen. Als der Torwächter Mr. Peregrine, der ihm den Weg durch den Spiegel gewiesen hat, plötzlich als Lehrer an Darwens Schule auftaucht, ahnt er, dass das nächste Abenteuer bevorsteht. Und tatsächlich: Bei einer Klassenfahrt nach Costa Rica eröffnet Mr. Peregrine Darwen, dass in den undurchdringlichen Regenwäldern eine unheimliche Kreatur ihr Unwesen treibt. Sie scheint nicht von dieser Welt zu sein, und Darwen soll herausfinden, durch welche Pforte sie in die Menschenwelt eindringt – und sie für immer vertreiben. Darwen ahnt, dass er sich auf eine gefährliche Mission einlässt. Ein Glück, dass ihm seine Freunde Rich und Alexandra treu zur Seite stehen…

buch-cover-mr-peregrines-geheimnisACHTUNG Fortsetzung: Mit „Der Rat der Wächter“ ist nun der zweite Band rund um die Abenteuer von Darwen Arkwright erschienen. Mit „Mr. Peregrines Geheimnis“ begann diese fantastische Geschichte und wird nun fortgesetzt. Hierbei knüpft der zweite Teil direkt an die Geschehnisse an, was es einem neuen Leser erschwert, direkt in die Geschichte einzusteigen. Ohne die Kenntnis des ersten Bandes fehlen hier wichtige Informationen über die Figuren und die magische Welt hinter den Spiegeln. Daher unbedingt auch den ersten Teil lesen!

Die Welt hinter den Spiegeln – Silbrica

Im ersten Band hat der junge Protagonist Darwen Arkwright seine Fähigkeit entdeckt, in eine fantastische Welt zu reisen. Durch Spiegel, die in der Nacht zu Portalen werden, gelingt ihm der Übergang in die Welt Silbrica, die sich scheinbar aus vielen verschiedenen Einzelwelten zusammensetzt die über Portale miteinander verbunden sind. Hieraus resultiert eine große Bandbreite an geheimnisvollen und magischen Orten. Diese Orte sind je nach Relevanz mehr oder weniger detailiert beschrieben, so dass viel Raum für die eigene Fantasie bleibt. Lediglich die Wesen, welche in diesen Welten leben, erfahren eine umfassendere Beschreibung und teilweise sogar Illustrationen zu Beginn der einzelnen Kapitel.

Die Figuren

Als Protagonist wird Darwen Arkwright natürlich die meiste Aufmerksamkeit innerhalb der Geschichte geschenkt. Jedoch ist dies nicht immer zum Vorteil der Figur. Zwar werden seine Absichten stets als edel dargestellt, jedoch sind seine Reaktionen und Handlungsweisen nicht immer schlüssig und auch nicht immer sympathisch. Manchmal wirkt seine Darstellung sehr kühl und berechnend und leider leidet vor allem die Beschreibung der Freundschaft zwischen ihm Alex un Rich darunter.

Häufig scheint er sich nur mit ihnen abzugeben um nicht einsam zu sein und gerade Alex wird manchmal so unangenehm dargestellt, dass der Leser diese Motivation der Hauptfigur durchaus verstehen kann. Alex wirkt zickig, zynisch und teilweise sogar dumm, so dass der Leser sich nicht mit ihr identifizieren kann und sich möglicherweise selbst nicht mit ihr anfreunden möchte.

Rich, der dritte im Bunde, wirkt hingegen etwas freundlicher und scheint etwas mehr für Darwen übrig zu haben. Dennoch kommt auch hier kein richtiges Freundschaftsgefühl auf. Vielleicht liegt dies auch an der Übersetzung der Dialoge, denn hin und wieder lässt sich ein Wortwitz im Englischen erahnen, der im Deutschen nicht wiedergegeben werden konnte.

Die Handlung

Der Spannungsbogen der Geschichte zieht nur sehr langsam an und so beginnen die ersten Seiten des Buches recht langsam und wenig spektakulär. Nachdem plötzlichen Verschwinden von Kindern reisen Darwen, Mr. Peregrine und seine Klasse nach Costa Rica. Unter dem Deckmantel einer Studienfahrt soll Darwen eine geheime Mission erfüllen, den Riss zwischen den Welten zufinden.

Die Spannung innerhalb der Geschichte ergibt sich meist daraus, dass die Figur nicht weiss was eigentlich vorgeht und verschiede Ereignisse nach und nach aufklärt. Leider waren einige diese unheimlichen Begebenheiten für mich sehr offensichtlich, so dass die Spannung nicht gehalten werden konnte.

Bewertung

Insgesamt bietet dieses Kinderbuch einen durchschnittlichen Unterhaltungswert, der vielleicht bei jüngeren Kindern größer ist. Ich würde das Buch tatsächlich nur bis zu 14 Jahren empfehlen, da es sonst zu leicht zu lesen ist.

Leider zeigt dieser Roman auch wieder eindrucksvoll, wie schlecht manche Übersetzung funktioniert. Schon allein der englische Titel „Darwen Arkwright and the insidious Bleck“ (Darwen Arkwright und der heimtückische Bleck) ist viel ansprechender als „Der Rat der Wächter“ formuliert.

„Der Rat der Wächter“ ist trotz allem eine interessante und fantasiereiche Fortsetzung voller unheimlicher Gegebenheiten und magischer Spiegel. Leider fehlt es allerding hin und wieder an Spannung und auch die Charakterdarstellung ist nicht immer optimal, so dass ich hier nur von 10 Punkten vergeben möchte.

Weitere Infos

  • Originaltitel: Darwen Arkwright and the Insidious Bleck (Book 2), Originalverlag: Penguin/Razorbill, aus dem Englischen von Kirsten Borchardt
  • A.J. Hartley wurde in Nordengland geboren und lebt heute mit seiner Familie in Charlotte, North Carolina. Mit seinen zahlreichen Romanen im Bereich Thriller, Fantasy und historische Unterhaltung hat er sich bereits einen Namen als internationaler Bestseller-Autor gemacht. Die Serie um Darwen Arkwright ist sein Debüt im Jugendbuch.

04.06.2015 © Jasmin


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Ein Gedanke zu “Rezension: Der Rat der Wächter

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